Kapitel 93 - Angst

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Atlon stand wie festgewurzelt da. Sein Körper wirkte wie eine Hülle, die kaum noch zusammengehalten wurde. Seine Muskeln fühlten sich schlaff und ausgelaugt an, als ob jede einzelne Faser in ihm das Kämpfen verweigern würde. Er spürte, wie sich sein Brustkorb hob und senkte, doch selbst die einfachste Bewegung fiel ihm schwer, selbst das Atmen. Die Müdigkeit war nicht nur körperlich, sie saß tief in seiner Seele. Sein Blick hing an dem Medikokon, der langsam in den Bauch eines gewaltigen Graveschiffs gehievt wurde. Das Summen der Maschinen vibrierte durch die Luft, metallisches Kreischen mischte sich mit dem dumpfen Dröhnen der Triebwerke. Atlon konnte die Silhouette des Konus erkennen, das fragile Gefängnis, in dem Mailas Leben auf Messers Schneide stand. Neben dem schimmernden Kokon marschierten Mattash und Garro. Dann schloss sich die Klappe des Schiffs. Die Lichter der Triebwerke entzündeten sich und das Schiff erhob sich langsam und schwerfällig, bis es schließlich über den Rauchschwaden verschwand. Atlon hob den Kopf und folgte mit den Augen dem Schiff, bis es nur noch ein schwacher Schimmer am Himmel war.

Langsam drehte er sich um, und das Schlachtfeld offenbarte sich mit unbarmherziger Klarheit. Umbra war ein schwarzvioletter Wirbelsturm aus Klingen und Schatten. Atlon sah, wie er einen Custodian nach dem anderen zerriss. Metall splitterte, Funken stoben, und seine Bewegungen waren so präzise und gnadenlos, dass sie übermenschlich wirkten.

Aus dem Rauch und den Trümmern schoben sich zwei gigantische Gestalten ins Licht des brennenden Himmels.

Nyreth kam zuerst. Er war schlank, aber unnatürlich groß, fast drei Meter hoch. Sein Körper war wie ein Speer: langgezogen, mit Muskeln, die wie Sehnen aus Stahl unter seiner Haut lagen. Er bewegte sich geschmeidig und beinahe lautlos, trotz seiner Größe.

Neben ihr erhob sich der gewaltige Greengore. Er war das völlige Gegenteil. Er war ein Monolith aus lebendigem Stein, sein Körper war aus Fels und Moos geformt. Er war so massiv, dass selbst die Erde unter seinen Schritten erzitterte.

Die beiden überragten alles um sie herum: Soldaten, Maschinen. Atlon hob den Blick zu ihnen.


Dann wandte er den Blick wieder dorthin, wo Jonah in diesem Moment mit einem kleinen Trupp ein provisorisches Lager errichtete. Aus der Ferne konnte Atlon ihre Silhouetten erkennen. Zwei gewaltige Grave Ships, deren metallische Rümpfe im Schein der brennenden Himmelssplitter wie gespenstische Kolosse wirkten. Sie hatten sich in V-Form aufgestellt, sodass ihre mächtigen Körper wie Schutzmauern dienten. Einige Soldaten bauten provisorische Barrikaden aus Energieschild-Projektoren auf.

Zwei kleinere Türme erhoben sich Stück für Stück. Sie waren nicht groß und auch keine Bollwerke wie die Verteidigungslinien der Hauptarmee. Doch sie strahlten etwas Beruhigendes aus, waren wie eine Insel der Struktur im Chaos des Krieges. Die Trupps befestigten die modulartigen Segmente mit Bolzen und schweißten sie mit flackernden Funken zusammen, während andere die Energiekabel verlegten. Schon jetzt war das Summen der Systeme zu hören, ein erstes Anzeichen dafür, dass die Türme bald in Betrieb gehen würden. Atlon beobachtete, wie zwei Soldaten von Section Shield die Gerüste erklommen. Ihre Bewegungen waren geübt und beinahe elegant, trotz der schweren Ausrüstung auf ihren Rücken. Oben angekommen entfalteten sie mit geübten Handgriffen die schweren Waffen: langläufige Geschütze, die mit jeder Schraube und jedem eingesetzten Kristallkern bedrohlicher wirkten. Das rhythmische Klicken der Verriegelungen hallte wie ein Versprechen über das Feld, das Versprechen, dass diese kleine Bastion sich nicht kampflos ergeben würde. Atlon drehte sich zu Umbra um, zu seinem Vater, der längst kein Vater mehr war. In diesem Moment war da nur noch eine verzerrte Kreatur, eine Schattenhülle. Sein Herz hämmerte, als würde es die Trommeln einer Schlacht schlagen. Ein einziger Gedanke verankerte sich in seinem Kopf: Genug.

Quasi aus dem Nichts löste sich Atlon von der Erde und stürmte vorwärts. Mit einer Geschwindigkeit, die kaum mit den Augen zu verfolgen war, durchbrach er die Distanz zwischen ihnen. Die Luft selbst schien aufzureißen, als er wie ein lebendiger Pfeil auf Umbra zuschoss. Ein ohrenbetäubender Knall folgte, als ihre Kräfte kollidierten – ein Donnerschlag, der das gesamte Schlachtfeld erzittern ließ. Staub und Gestein wurden emporgerissen, als hätte die Erde unter der Gewalt ihrer Begegnung selbst den Atem angehalten.

„Vater … es ist vorbei!“, brüllte Atlon und seine Stimme klang zugleich verzweifelt und entschlossen. „Ich werde mir nicht länger einreden lassen, dass irgendetwas von dir noch übrig ist. Du bist zu einem Monster geworden. Und ich …“ Seine Augen funkelten wie Klingen im Dunkeln. „ … kümmere mich um Monster.“ Der Schlag entlud sich wie ein Blitz – eine rohe Manifestation all der aufgestauten Qualen, der Liebe, des Verrats und des Zorns. Man sah es Umbra direkt an: Dieser Treffer traf ihn nicht nur physisch. Für einen Augenblick schwankte der Gigant.


Weit entfernt griff Amet Greengore an, und Nyreth versuchte, auf Amet einzureden. „Iris wollte euch retten!“, brüllte Nyreth. Ihre Augen funkelten vor Zorn und Schmerz. „Ihr wart verloren, allein und ohne Ziel, und sie bot euch eine Heimat. Eine Zukunft!“ Amets Fäuste hämmerten auf den kolossalen Körper des Steinriesen ein, doch der Gigant stand wie eine Bastion aus Fleisch und Blut. Er rührte sich kaum, sein massiver Leib absorbierte jeden Treffer. Grollen wie tiefes Donnern hallte durch seine Brust, während seine steinerne Haut bei jedem Schlag glühende Funken sprühte. 

Ihr Arm schnellte nach vorn, die Faust geballt. Ein Schlag, der ausreichen konnte, um Berge zu spalten. Doch Nyreth sprang dazwischen und schleuderte Amet weit weg von Greengore. Amet sammelte sich und sprang zu Nyreth zurück. Sie holte aus und wollte zu einem finalen Schlag ausholen.

Ihre Muskeln spannten sich, ihre Sehnen traten hervor wie Stahlseile. Im Bruchteil einer Sekunde hob Nyreth die Arme. Der Schlag kam, donnerte auf sie zu, doch sie blockte ihn. Ihre Unterarme kreuzten sich, und sie schrie vor Anstrengung auf, als die Wucht der Attacke auf sie niederprallte.

Nyreths Zähne fletschten sich, ihre Augen waren starr auf Amet gerichtet, während sie die Faust der Gegnerin mit aller Kraft zurückhielt. „Du verstehst nichts“, knurrte sie mit tiefer, von angestauter Emotion brüchiger werdender Stimme. „Iris hat sich nicht für euer Chaos geopfert, sie wollte euch retten! Und ich werde nicht zulassen, dass ihr ihr Vermächtnis mit Blut besudelt!“


„Amet, ich muss mal kurz weg“, grollte Greengore, während er im Türrahmen stand. Seine Stimme klang tief. Der gewaltige Körper des Steinriesen blockierte fast das gesamte Licht, das aus dem Flur hereinfiel. Amet, die kaum zwölf Jahre alt war, saß auf dem hölzernen Bett in ihrem schmalen Zimmer. Die Einrichtung war schlicht: ein schwerer Tisch aus rohem Holz, eine Truhe mit metallenen Beschlägen und ein grober Teppich, der die Kälte des steinernen Bodens nur notdürftig fernhielt. Kerzen flackerten an den Wänden, ihr Licht ließ die Schatten über die Balken tanzen.

Sie nickte knapp, als Greengore den Raum verließ. Seine massiven Schritte hallten im Korridor, bis die Tür ins Schloss fiel. Er hatte wieder Arbeit bei der Unio Mundorum, wo er die Einsätze koordinierte – eine Aufgabe, die ihm auf den Leib geschrieben war.

Amet erhob sich und trat ans Fenster. Sie schob die schweren Vorhänge beiseite, das Glas war dick und leicht wellig. Vor ihr breitete sich der Park aus, der sich innerhalb der Mauern erstreckte. Auf den ersten Blick wirkte er bescheiden – ein Stück Erde mit Bäumen, Teichen und steinernen Wegen, doch er war von einem unsichtbaren Energieschild umgeben, das ihn wie eine schützende Glocke überzog. Innerhalb dieses Schildes herrschte Sicherheit. Auf den Wegen wandelten Gestalten verschiedenster Welten: Politiker und Diplomaten unterschiedlichster Alienrassen. Einige von ihnen wirkten in ihren Roben beinahe menschlich, andere trugen Panzerungen und ihre Haut schimmerte in Blau, Grün oder Metalltönen. Stimmen in Dutzenden Sprachen hallten durch die Luft – ein ständiges Murmeln von Beratungen, Verhandlungen und geheimen Absprachen.

Da blieb Amet abrupt der Atem stehen. Durch den Park gingen zwei ihm vertraute Gestalten: Iris und an ihrer Seite ihr Bruder Apex, der ernster wirkte und seinen wachen Blick ständig über die Umgebung streifen ließ. Instinktiv legte Amet eine Hand auf den Stofffetzen, den sie bei sich trug, ein unscheinbares, zerfranstes Stück, kaum größer als ihre Handfläche. Es war ihre einzige Verbindung zu ihrer Kindheit, zu den Tagen mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder. Ein Relikt, das sie wie ein Heiligtum hütete. Doch so sehr sie sich auch bemühte, die Namen ihrer Eltern hatte sie längst vergessen. Nur dieser Stoff, nur das Gefühl von etwas Verlorenem, hielt sich in ihrem Herzen.



Ein Ruck ging durch die Gegenwart. Nyreth keuchte, als der letzte Schlag von Amet sie zu Boden schleuderte. Blut rann aus ihrem Mundwinkel. Der Sand wirbelte unter ihr auf und ihr Körper schlitterte über den Boden, bis sie reglos liegen blieb. „Amet …“, brachte Nyreth heiser hervor. Ihre Stimme schwankte zwischen Schmerz und Erkenntnis. „Ich gebe zu … ich hatte Angst vor euch. Ihr wart Shenth, eine parasitäre Alienart … Wir wussten nicht, was wir tun sollten … Wir …“ Ihre Worte brachen ab, als Amet sich näherte. Ihre Augen glühten unnachgiebig und ohne Mitleid. Mit einer Bewegung, die wie das Schwingen eines Hammers wirkte, holte sie aus.

Das Knallen ihrer Faust, als sie auf Nyreths Gesicht traf, hallte wie ein Donnerschlag über das Schlachtfeld. Ein Schwall von Staub stob auf, als Nyreth erneut durch die Luft geschleudert wurde, über den sandigen Boden hinweg.

Der Aufprall ließ den Boden beben. Eine tiefe Furche zeichnete den Weg, den Nyreth schlitterte, während die Welt ringsum in einem Moment aus Gewalt und unbändigem Zorn stillzustehen schien.



An diesem Abend schien die Welt stillzustehen. Alles war so friedlich, so vollkommen, dass Amet beinahe glaubte, all der Schmerz und die Unruhe der Vergangenheit seien nur ein ferner Traum gewesen. Der lange Holztisch war mit einfachen Tellern und Bechern gedeckt. Reste des Abendessens standen noch darauf: Schalen mit Gemüse, dampfendes Brot und ein Topf mit kräftiger Suppe, deren würziger Duft den Raum noch erfüllte. Kerzen brannten in eisernen Haltern und warfen tanzende Schatten über die Steinwände, wodurch der Raum warm und lebendig wirkte. Amet saß dicht an Iris, ihre Stirn an den Arm der Frau gelehnt. Neben ihnen sortierte Apex geduldig die Spielfiguren des Brettspiels, das sie aufgebaut hatten. Die drei hatten gelacht, gewürfelt, sich geneckt und kleine Siege gefeiert. Solche Abende waren für Amet wie ein Schatz: seltene Momente, in denen sie sich sicher fühlte, in denen Familie greifbar und real war. Doch dann durchbrach Apex’ Stimme plötzlich die friedliche Stille.

„Mutter?“, begann er vorsichtig, während seine Finger fahrig mit einem Spielstein spielten. „Wo … wo kommen wir eigentlich her?“

Die Frage schwebte schwer im Raum, als hätte er etwas ausgesprochen, das sie alle längst geahnt hatten, aber nie zu fragen gewagt hatten. Iris hob den Kopf, ihre Augen glänzten im Kerzenlicht. Sie lächelte traurig, fast so, als hätte sie diesen Moment seit Jahren erwartet. „Ich wusste, dass diese Frage irgendwann kommen würde.“ Sie atmete tief durch, bevor sie weitersprach. „Ich bin Generälin von Golden Esperance. Wir sind die Eliteeinheiten des Unio Mundorum.“

Ihre Stimme war ruhig. Amet und Apex hörten aufmerksam zu.

Amet schmiegte sich noch enger an Iris und suchte ihre Nähe und Wärme.

„Wir wurden zu einem bisher unbekannten Planeten gerufen“, fuhr Iris fort. Ihre Stimme wurde fester und klang beinahe wie die einer Kommandantin, die vor Soldaten sprach. „Dort haben parasitäre Aliens die Bewohner getötet, um das Lumpanid auf diesem Planeten zu ernten.“

„Wir haben gekämpft“, sagte Iris weiter, „und versucht, zu retten, was wir retten konnten.“ Sie legte eine Hand auf Amets Schulter, als wollte sie ihre Worte unterstreichen, als wäre dies die einzige Wahrheit.

„Du lügst.“

Seine Stimme klang plötzlich härter und durchdringender. Apex starrte Iris an, als hätte er sie zum ersten Mal wirklich gesehen. „Ich weiß, dass unsere Eltern diejenigen waren, die um ihr Überleben gekämpft haben. Ihr habt sie getötet!“ Die Worte waren wie ein Messer. Amet hob erschrocken den Kopf, ihre Augen suchten Iris, suchten Halt. Doch Iris wirkte wie erstarrt.

„Was … woher?“, stammelte sie und ihre Stimme verlor die Härte.

Doch Apex ließ nicht nach. Er atmete schneller, schrie, als könnte er die Wände zum Einsturz bringen. „Du nennst unsere Eltern parasitär! Du willst uns nicht! Wir sind für dich nur Überbleibsel, Beute, die du behalten hast, weil es in deinen Plan passte!“ Sein Gesicht war rot vor Wut, Tränen glänzten in seinen Augen.

Amet saß still wie versteinert da. Sie hatte das Gefühl, der Boden würde unter ihr nachgeben und alles, woran sie geglaubt hatte, würde in Stücke zerbrechen. Sie verstand nicht, wem sie glauben sollte. Alles wirkte verwirrend und bedrohlich. Das, was eben noch Geborgenheit gewesen war, verwandelte sich in einen Strudel aus Angst und Entsetzen.

„Wir wollten euch retten“, flüsterte Iris schließlich. Ihre Stimme war kaum noch zu hören, sie klang brüchig und voller Schmerz. Doch Apex hörte sie nicht mehr. Mit einem Ruck sprang er auf, stieß den Stuhl nach hinten und rannte hinaus. Seine Schritte hallten wie Schläge eines Kriegstrommels durch die Gänge.

Amet zögerte keine Sekunde. Ihr Herz raste, Tränen liefen ihr übers Gesicht, doch ihre Beine bewegten sich wie von allein. Sie rannte ihm nach, fort von dem Tisch, fort von der Wärme der Kerzen, fort von Iris’ verletztem Blick, hinein in die kalte Nacht, hinein in die Dunkelheit, die nun zwischen ihnen allen stand.


Nyreths Atem ging stoßweise. Warmes Blut rann ihr über die Schläfe und tropfte in feinen Linien über ihr Gesicht hinab. Jeder Schlag, den Amet zuvor auf sie niederprasseln ließ, brannte wie ein Stachel nach, doch das Körperliche schmerzte weniger als die unausgesprochenen Worte, die zwischen ihnen hingen. Amet hatte all ihre Wut, all ihre Verzweiflung und all den aufgestauten Schmerz an Nyreth ausgelassen, und Nyreth hatte nichts mehr entgegenzusetzen. „Ja!“, schrie sie plötzlich, ihre Stimme zerrissen zwischen Trotz und Verzweiflung. Ihr Blick flackerte zu Amet auf, als würde sie sich zum ersten Mal völlig entblößen. „Ja, wir wussten es! Wir wussten, dass euer Ursprung von Tod, von Blut und von Opfer geprägt war!“ Ihre Finger zitterten, als sie sich mit letzter Kraft abstützte. „Wir wussten das, und wir haben bewusst gelogen.“

Amet blieb vor Nyreth stehen. Ihre Brust hob und senkte sich rasch, doch die Wut, die sie eben noch erfüllt hatte, schien ihr entglitten zu sein. Stattdessen trat eine Leere in ihre Augen, ein tiefer Schmerz, der tiefer schnitt als jede Waffe. Langsam, fast vorsichtig, hob sie den Kopf und sah Nyreth an. Ihre Stimme war brüchig, kaum mehr als ein Flüstern.

„Wir wollten das keinem Kind antun“, sagte sie und betete die Worte geradezu. „Wir wollten euch retten … und nicht anlügen.“

Nyreth schwankte, als ob jedes Wort wie ein Schlag gegen ihre Brust fuhr. Ihre Beine gaben nach. Sie ließ sich auf die Knie fallen und ließ die Hände kraftlos auf den Boden sinken. Das Blut tropfte von ihrem Kinn und hinterließ kleine dunkle Flecken im Staub. Ihre großen, müden Augen verloren den letzten Widerstand.

„Ich … ich konnte nicht mehr“, hauchte sie und Tränen mischten sich mit dem Blut in ihrem Gesicht.

Amet atmete tief ein, zögerte und kämpfte mit sich selbst. Und dann, als hätte etwas in ihr nachgegeben, setzte sie vorsichtig einen Schritt nach vorne. Sie ging auf Nyreth zu, kniete sich nieder und schloss ihre Arme um sie.

Nyreth erstarrte für einen Moment und war unfähig, die Berührung zu erwidern. Doch dann brachen die Mauern, die sie so lange aufrechterhalten hatte. Sie ließ den Kopf an Amets Schulter sinken, ihr Körper bebte, während sie in Amets Umarmung zusammenbrach.

Die Schlacht tobte ringsum.


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